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Der Männerchor Weinsberg e.V. und der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Weinsberg, laden herzlich zum gemeinsamen Singen und Wandern ein.

Am Sonntag, den 3. Mai um 13:00 Uhr, starten wir am Albvereinshaus Weinsberg zu einer Frühlingswanderung, bei der vor allem die Freude am gemeinsamen Singen im Mittelpunkt steht. Unterwegs werden bekannte Lieder angestimmt, und immer wieder gibt es Gelegenheit, den Darbietungen des Männerchors zu lauschen.

Wer ein wanderfähiges Instrument besitzt, darf dieses gerne mitbringen – Liederbücher sind vorhanden.

Nach etwa zwei Stunden endet die Wanderung wieder am Ausgangspunkt, wo wir den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen im Café „Wanderheim“ gemütlich ausklingen lassen.

Die Wanderführung übernimmt der Dirigent des Männerchores, Hans-Jörg Eberle.

Wir freuen uns auf viele singfreudige Teilnehmer!

Liedtexte

Nun will der Lenz uns grüßen

1. Nun will der Lenz uns grüßen,
von Mittag weht es lau,
aus allen Ecken sprießen,
die Blumen rot und blau.
Draus wob die braune Heide,
sich ein Gewand gar fein
und lädt im Festtagskleide
zum Maientanze ein.

2. Waldvöglein Lieder singen,
wie ihr sie nur begehrt,
drum auf zum frohen Springen,
die Reis‘ ist Goldes wert.
Hei, unter grünen Linden,
da leuchten weiße Kleid!
Heija, nun hat uns Kindern
ein End all Wintersleid.

Alle Vögel sind schon da

1. Alle Vögel sind schon da,
alle Vögel, alle!
Welch ein Singen, Musiziern,
Pfeifen, Zwitschern, Tiriliern!
Frühling will nun einmarschiern,
kommt mit Sang und Schalle.

2. Wie sie alle lustig sind,
flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star
Und die ganze Vogelschar
wünschen dir ein frohes Jahr,
lauter Heil und Segen!

3. Was sie uns verkündet nun
nehmen wir zu Herzen:
Wir auch wollen lustig sein,
lustig wie die Vögelein,
hier und dort, feldaus, feldein,
singen, springen, scherzen.

Kuckuck, Kuckuck, rufts aus dem Wald

1. Kuckuck! Kuckuck! Ruft’s aus dem Wald.
Lasset uns singen, tanzen und springen!
Frühling, Frühling, wird es nun bald.

2. Kuckuck! Kuckuck! Lässt nicht sein Schrei’n.
Kommt in die Felder, Wiesen und Wälder!
Frühling, Frühling, stelle dich ein!

3. Kuckuck! Kuckuck! Trefflicher Held!
Was du gesungen, ist dir gelungen:
Winter, Winter, räumet das Feld!

Komm lieber Mai und mache
(Von Mozart vertonte Fassung)

  1. Komm, lieber Mai, und mache
    die Bäume wieder grün,
    und lass mir an dem Bache
    die kleinen Veilchen blüh’n!
    Wie möcht’ ich doch so gerne
    ein Veilchen wieder seh’n!
    Ach, lieber Mai, wie gerne
    einmal spazieren geh’n!
  2. Zwar Wintertage haben
    wohl auch der Freuden viel;
    man kann im Schnee eins traben
    und treibt manch’ Abendspiel;
    baut Häuserchen von Karten,
    spielt Blindekuh und Pfand,
    auch gibt’s wohl Schlittenfahrten
    aufs liebe freie Land.
  3. Doch wenn die Vögel singen,
    und wir dann froh und flink
    auf grünem Rasen springen,
    das ist ein ander Ding!
    Jetzt muss mein Steckenpferdchen
    dort in dem Winkel stehen,
    denn draußen in dem Gärtchen
    kann man vor Kot nicht geh’n.
  4. Am meisten aber dauert
    mich Lottchens Herzeleid.
    Das arme Mädchen lauert
    recht auf die Blumenzeit.
    Umsonst hol’ ich ihr Spielchen
    zum Zeitvertreib herbei:
    Sie sitzt in ihrem Stühlchen
    wie’s Hühnchen auf dem Ei.
  5. Ach, wenn’s doch erst gelinder
    und grüner draußen wär’!
    Komm, lieber Mai, wir Kinder,
    wir bitten gar zu sehr!
    O komm und bring’ vor allem
    uns viele Veilchen mit!
    Bring’ auch viel Nachtigallen
    und schöne Kuckucks mit!

Wie schön blüht uns der Maien

1. Wie schön blüht uns der Maien,
der Sommer fährt dahin.
Mir ist ein schön‘ Jungfräulein
Gefalln in meinen Sinn.
Bei ihr, da wär mir wohl,
Wenn ich nur an sie denke,
Mein Herz ist freudenvoll.

2. Bei ihr, da wär ich gerne,
bei ihr, da wär mirs wohl.
Sie ist mein Morgensterne,
g’fällt mir im Herzen wohl.
Sie hat ein‘ roten Mund,
könnt ich sie darauf küssen,
mein Herz würd mir gesund.

Kein schöner Land

1. Kein schöner Land in dieser Zeit
als hier das unsre weit und breit,
wo wir uns finden wohl untern Linden
zur Abendzeit.

2. Da haben wir so manche Stund
gesessen da in froher Rund
und taten singen, die Lieder klingen
im Eichengrund.

3. Dass wir uns hier in diesem Tal
noch treffen so viel hundertmal,
Gott mag es schenken, Gott mag es lenken,
er hat die Gnad.

4. Jetzt, Brüder, eine gute Nacht,
der Herr im hohen Himmel wacht;
in seiner Güten uns zu behüten,
ist er bedacht!

Im schönsten Wiesengrunde


Im schönsten Wiesengrunde
ist meiner Heimat Haus;
da zog ich manche Stunde
ins Tal hinaus.
Dich, mein stilles Tal,
grüß‘ ich tausendmal!
Da zog ich manche Stunde
ins Tal hinaus.

Wie Teppich reich gewoben,
Steht mir die Flur zur Schau;
O Wunderbild, und oben
Des Himmels Blau.
Dich mein stilles Tal
Grüß ich tausendmal!
O Wunderbild, und oben
Des Himmels Blau.

Herab von sonn’ger Halde
Ein frischer Odem zieht;
Es klingt aus nahem Walde
Der Vögel Lied.
Dich mein stilles Tal
Grüß ich tausendmal!
Es klingt aus nahem Walde
Der Vögel Lied.

Die Blume winkt dem Schäfer
Mit Farbenpracht und Duft;
Den Falter und den Käfer
Zu Tisch sie ruft.
Dich mein stilles Tal
Grüß ich tausendmal!
Den Falter und den Käfer
Zu Tisch sie ruft.

Das Bächlein will beleben
Den heimlich trauten Ort;
Da kommt’s durch Wiesen eben
Und murmelt fort.
Dich mein stilles Tal
Grüß ich tausendmal!
Da kommt’s durch Wiesen eben
Und murmelt fort.

Das blanke Fischlein munter
Schwimmt auf und ab im Tanz;
Rings strahlen tausend Wunder
Im Sonnenglanz.
Dich mein stilles Tal
Grüß ich tausendmal!
Rings strahlen tausend Wunder
Im Sonnenglanz.

Wie schön der Knospen Springen,
Des Tau’s Kristall im Licht!
Wollt ich es alles singen –
Ich könnt es nicht!
Dich mein stilles Tal
Grüß ich tausendmal!
Wollt ich es alles singen –
Ich könnt es nicht!

Kommt, kommt der Tisch der Gnaden
Winkt reichlich überall;
Kommt, all‘ seid ihr geladen
Ins stille Tal!
Dich mein stilles Tal
Grüß ich tausendmal!
Kommt, all‘ seid ihr geladen
Ins stille Tal!

Wie froh sind da die Gäste!
Da ist nicht Leid noch Klag‘;
Da wird zum Friedensfeste
Ein jeder Tag!
Dich mein stilles Tal
Grüß ich tausendmal!
Da wird zum Friedensfeste
Ein jeder Tag!

Wie sieht das Aug so helle
Im Buche der Natur!
Der reinsten Freuden Quelle
Springt aus der Flur.
Dich mein stilles Tal
Grüß ich tausendmal!
Der reinsten Freuden Quelle
Springt aus der Flur.

Hier mag das Herz sich laben
Am ew’gen Festaltar;
Kommt, bringet Opfergaben
Mit Jubel dar!
Dich mein stilles Tal
Grüß ich tausendmal!
Kommt, bringet Opfergaben
Mit Jubel dar!

Müsst aus dem Tal ich scheiden,
Wo alles Lust und Klang,
Das wär mein herbstes Leiden,
Mein letzter Gang.
Dich, mein stilles Tal,
Grüß ich tausendmal!
Das wär mein herbstes Leiden,
Mein letzter Gang.

Sterb ich, in Tales Grunde
Will ich begraben sein,
Singt mir zur letzten Stunde
Beim Abendschein:
„Dir, o stilles Tal,
Gruß zum letztenmal!“
Singt mir zur letzten Stunde
Beim Abendschein.

In einem kühlen Grunde

In einem kühlen Grunde
Da geht ein Mühlenrad
Mein’ Liebste ist verschwunden,
Die dort gewohnet hat.

Sie hat mir Treu versprochen,
Gab mir ein’n Ring dabei,
Sie hat die Treu’ gebrochen,
Mein Ringlein sprang entzwei.

Ich möcht’ als Spielmann reisen
Weit in die Welt hinaus,
Und singen meine Weisen,
Und geh’n von Haus zu Haus.

Ich möcht’ als Reiter fliegen
Wohl in die blut’ge Schlacht,
Um stille Feuer liegen
Im Feld bei dunkler Nacht.

Hör’ ich das Mühlrad gehen:
Ich weiß nicht, was ich will —
Ich möcht’ am liebsten sterben,
Da wär’s auf einmal still!

Am Brunnen vor dem Tore

Am Brunnen vor dem Tore da steht ein Lindenbaum,
ich träumt in seinem Schatten so manchen süßen Traum.
Ich schnitt in seine Rinde so manches liebe Wort.
Es zog in Freud und Leide zu ihm mich immerfort,
zu ihm mich immerfort.

    Ich mußt‘ auch heute wandern vorbei in tiefer Nacht,
    da hab‘ ich noch im Dunkeln die Augen zugemacht.
    Und seine Zweige rauschten, als riefen sie mir zu:
    Komm her zu mir, Geselle, hier find’st du deine Ruh!

    Die kalten Winde bliesen mir grad ins Angesicht,
    der Hut flog mir vom Kopfe, ich wendete mich nicht.
    Nun bin ich manche Stunde entfernt von jenem Ort,
    und immer hör ich’s rauschen: du fändest Ruhe dort!

    Preisend mit viel schönen Reden

    Preisend mit viel schönen Reden
    Ihrer Länder Wert und Zahl,
    Saßen viele deutsche Fürsten
    Einst zu Worms im Kaisersaal.

    „Herrlich“, sprach der Fürst von Sachsen,
    „Ist mein Land und seine Macht;
    Silber hegen seine Berge
    Wohl in manchem tiefen Schacht.“

    „Seht mein Land in üpp’ger Fülle,“
    Sprach der Kurfürst von dem Rhein,
    „Goldne Saaten in den Tälern,
    Auf den Bergen edlen Wein!“

    „Große Städte, reiche Klöster“,
    Ludwig, Herr zu Bayern, sprach,
    „Schaffen, daß mein Land den euren
    wohl nicht steht an Schätzen nach.“

    Eberhard, der mit dem Barte,
    Württembergs geliebter Herr,
    Sprach: „Mein Land hat kleine Städte,
    Trägt nicht Berge silberschwer;

    Doch ein Kleinod hält’s verborgen:
    Daß in Wäldern, noch so groß,
    Ich mein Haupt kann kühnlich legen
    Jedem Untertan in Schoß.“

    Und es rief der Herr von Sachsen,
    Der von Bayern, der vom Rhein:
    „Graf im Bart! Ihr seid der Reichste!
    Euer Land trägt Edelstein!“

    Die Gedanken sind frei

    1. Die Gedanken sind frei,
    wer kann sie erraten,
    sie fliehen vorbei
    wie nächtliche Schatten.
    Kein Mensch kann sie wissen,
    kein Jäger erschießen,
    es bleibet dabei:
    die Gedanken sind frei.

    2. Ich denke, was ich will,
    und was mich beglücket,
    doch alles in der Still,
    und wie es sich schicket.
    Mein Wunsch und Begehren
    kann niemand verwehren,
    es bleibet dabei:
    die Gedanken sind frei.

    3. Ich liebe den Wein,
    mein Mädchen vor allen,
    sie tut mir allein
    am besten gefallen.
    Ich bin nicht alleine
    bei meinem Glas Weine,
    mein Mädchen dabei:
    die Gedanken sind frei.

    4. Und sperrt man mich ein
    im finsteren Kerker,
    das alles sind rein
    vergebliche Werke;
    denn meine Gedanken
    zerreißen die Schranken
    und Mauern entzwei:
    die Gedanken sind frei.

    5. Drum will ich auf immer
    den Sorgen entsagen
    und will mich auch nimmer
    mit Grillen mehr plagen.
    Man kann ja im Herzen
    stets lachen und scherzen
    und denken dabei:
    die Gedanken sind frei.

    Das Wandern ist des Müllers Lust

    1) Das Wandern ist des Müllers Lust,
    das Wandern ist des Müllers Lust, das Wandern.
    Das muss ein schlechter Müller sein,
    dem niemals fiel das Wandern ein,
    dem niemals fiel das Wandern ein, das Wandern.

    2) Vom Wasser haben wir’s gelernt,
    vom Wasser haben wir’s gelernt, vom Wasser:
    Das hat nicht Rast bei Tag und Nacht,
    ist stets auf Wanderschaft bedacht,
    ist stets auf Wanderschaft bedacht, das Wasser.

    3) Das sehn wir auch den Rädern ab,
    das sehn wir auch den Rädern ab, den Rädern:
    Die gar nicht gerne stillestehn,
    die sich bei Tag nicht müde drehn,
    die sich bei Tag nicht müde drehn, die Räder.

    4) Die Steine selbst, so schwer sie sind,
    die Steine selbst, so schwer sie sind, die Steine:
    Sie tanzen mit den muntern Reihn,
    und wollen gar noch schneller sein,
    und wollen gar noch schneller sein, die Steine.

    5) O Wandern, wandern, meine Lust,
    o wandern, wandern, meine Lust, o wandern!
    Herr Meister und Frau Meisterin,
    lasst mich in Frieden weiterziehn,
    lasst mich in Frieden weiterziehn und wandern!

    Muss i denn zum Städtele hinaus

    Muss i denn, muss i denn
    zum Städtele hinaus, Städtele hinaus,
    Und du, mein Schatz, bleibst hier?
    Wenn i komm’, wenn i komm’,
    wenn i wiedrum komm’, wiedrum komm‘
    Kehr’ i ein, mein Schatz, bei dir.
    Kann i glei net allweil bei dir sein,
    Han i doch mei Freud’ an dir!
    Wenn i komm’, wenn i komm’,
    wenn i wiedrum komm’, wiedrum komm‘
    Kehr’ i ein, mein Schatz, bei dir.

    Wie du weinst, wie du weinst,
    Dass i wandere muss, wandere muss,
    Wie wenn d’ Lieb’ jetzt wär’ vorbei!
    Sind au drauß, sind au drauß
    Der Mädele viel, Mädele viel,
    Lieber Schatz, i bleib dir treu.
    Denk du net, wenn i ’ne Andre seh’,
    No sei mein’ Lieb’ vorbei;
    Sind au drauß, sind au drauß
    Der Mädele viel, Mädele viel,
    Lieber Schatz, i bleib dir treu.

    Über’s Jahr, über’s Jahr,
    Wenn me Träubele schneid’t, Träubele schneid’t,
    Stell’ i hier mi wiedrum ein;
    Bin i dann, bin i dann
    Dein Schätzele noch, Schätzele noch,
    So soll die Hochzeit sein.
    Über’s Jahr, do ist mein’ Zeit vorbei,
    Da g’hör’ i mein und dein;
    Bin i dann, bin i dann
    Dein Schätzele noch, Schätzele noch,
    So soll die Hochzeit sein.